Als Faustregel die Kaufnebenkosten aus eigener Tasche: in Nordrhein-Westfalen 6,5 Prozent Grunderwerbsteuer, rund 1,5 bis 2 Prozent für Notar und Grundbuch und gegebenenfalls die Maklerprovision. Bei einem Haus für 500.000 Euro sind das rund 45.000 bis 60.000 Euro. Je mehr Eigenkapital darüber hinaus, desto besser der Zins. Finanzierungen ohne Eigenkapital sind möglich, aber teurer und nicht für jede Situation sinnvoll.
Hinweis: Diese Antwort ist eine allgemeine Erstinformation. Sie ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung im Einzelfall.
Als Faustregel gilt: Mindestens die Kaufnebenkosten sollten Sie aus eigenen Mitteln bezahlen, besser zusätzlich 10 bis 20 Prozent des Kaufpreises. Je mehr Eigenkapital, desto besser die Zinskonditionen.
Warum mindestens die Nebenkosten?
Grunderwerbsteuer, Notar und Makler erhöhen den Wert der Immobilie nicht. Banken finanzieren sie deshalb nur ungern mit. Wer auch die Nebenkosten finanziert, zahlt meist deutlich höhere Zinsen oder bekommt keine Zusage.
Was zählt als Eigenkapital?
- Guthaben auf Konten, Tagesgeld und Festgeld
- Wertpapiere, mit einem Sicherheitsabschlag
- Bausparguthaben
- Eigenleistung beim Bau oder bei der Renovierung, begrenzt und nur nach Absprache mit der Bank
- Ein bereits abbezahltes Grundstück oder eine weitere Immobilie als zusätzliche Sicherheit
Geht es auch ohne Eigenkapital?
In Einzelfällen ja, bei sehr gutem und sicherem Einkommen. Die Monatsrate ist dann aber höher, und Sie haben weniger Reserven, falls das Haus doch mehr Arbeit macht als gedacht. Ob das für Sie sinnvoll ist, rechnen wir im Finanzierungsgespräch ehrlich durch.
Beispiel: Für ein Haus mit 450.000 Euro Kaufpreis sollten Sie mindestens rund 53.000 Euro Nebenkosten einplanen; mit zusätzlich 10 Prozent Eigenkapital sind es rund 98.000 Euro.
Alle Angaben ohne Gewähr. Für Ihren Einzelfall sprechen Sie bitte mit Notar, Rechtsanwalt oder Steuerberater.
