Zuerst Lage und Grundstück: Ortsteil, Anbindung nach Köln, Hanglage, Aussicht, Zuschnitt. Dann Baujahr, Bausubstanz und Energiestand, vor allem Dach, Fenster, Heizung und Dämmung. Zuletzt Grundriss, Ausstattung und Zustand. Ein Haus von 1978 in Olpe und ein Neubau in Biesfeld liegen beim Quadratmeterpreis weit auseinander, obwohl beide in Kürten stehen.
Hinweis: Diese Antwort ist eine allgemeine Erstinformation. Sie ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung im Einzelfall.
Der Wert eines Hauses entsteht aus vielen Faktoren. Im Bergischen Land machen erfahrungsgemäß fünf davon den größten Unterschied.
1. Lage innerhalb des Ortes
Nicht nur der Ort zählt, sondern die Mikrolage: Nähe zu Schule, Bus und Einkauf, Ruhe, Ausblick, Hanglage oder Durchgangsstraße. In Kürten liegen zwischen einer gefragten Lage in Bechen und einer ruhigen Hofschaft in Olpe schnell zehn Prozent und mehr.
2. Zustand und Modernisierung
Dach, Fenster, Heizung, Bäder und Elektrik. Käufer rechnen heute sehr genau, was sie nach dem Kauf investieren müssen. Nachweise über Modernisierungen mit Jahr und Rechnung zahlen sich deshalb direkt aus.
3. Energieeffizienz
Seit dem Gebäudeenergiegesetz achten Käufer und Banken stärker auf den Energieausweis. Häuser in den Klassen F bis H werden mit spürbaren Abschlägen gehandelt, weil Käufer die Sanierung einpreisen.
4. Grundstück und Wohnfläche
Größe, Zuschnitt und Ausrichtung des Grundstücks sowie eine nutzbare Wohnfläche. Teilbare Grundstücke oder ein zusätzlicher Bauplatz können den Wert deutlich steigern.
5. Marktlage und Zinsen
Wie viele vergleichbare Häuser gerade angeboten werden und wie teuer Finanzierungen sind. Diesen Faktor beeinflussen Sie nicht, wohl aber den Zeitpunkt und die Art der Vermarktung.
Zur Orientierung: Bestandshäuser in Kürten werden je nach Zustand und Lage meist zwischen 2.900 und 3.800 Euro je Quadratmeter Wohnfläche gehandelt (Stand 2026).
Alle Angaben ohne Gewähr. Für Ihren Einzelfall sprechen Sie bitte mit Notar, Rechtsanwalt oder Steuerberater.
